Waldbaden
Waldbaden hat viele Namen: Natur- oder Waldtherapie, Shinrin-Yoku, wie es in Japan genannt wird. Dort entstand diese Form des bewussten Aufenthalts im Wald in den 1980er Jahren als Antwort auf zunehmende Belastung und Beschleunigung im Alltag.
Beim Waldbaden steht nicht das Tun im Vordergrund, sondern das Sein. Anders als bei meinen Naturerlebnistagen geht es hier nicht um Forschen, Entdecken oder Wissenserwerb, sondern um Entschleunigung, Wahrnehmung und das bewusste Erleben des eigenen Körpers in der Natur.
Der Aufenthalt im Wald ist dabei keineswegs ziel- oder planlos. Vielmehr schaffen achtsam angeleitete Übungen einen Rahmen, in dem Loslassen, Innehalten und Selbstwahrnehmung möglich werden. In der englischsprachigen Literatur wird dieser Zugang als Mindfulness (Achtsamkeit) beschrieben - eine Form der bewertungsfreien Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments.
Studien zeigen, dass bereits kurze, achtsame Aufenthalte im Wald nicht nur das Wohlbefinden positiv beeinflussen können, sondern messbare Veränderungen auf körperlicher und mentaler Ebene zeigen. Dazu zählen unter anderem Effekte auf Stressregulation, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit.
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Im Rahmen meines Forest-Schooling-Diploms habe ich mich intensiv mit den Wirkweisen des Waldbadens und seiner Bedeutung insbesondere für Heranwachsende beschäftigt. Da Waldbaden altersunabhängig ist, biete ich zielgruppenorientierte Formate für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.
Auch wenn Waldbaden im Kern eine zweckfreie und mühelose Aktivität ist, lässt es sich durch bestimmte Elemente und Übungen begleiten und vertiefen.
Elemente, die in meinen Veranstaltungen zum Einsatz kommen, sind unter anderem:
- "sensory walks" ("sinnliches" Spazierengehen)
- "grounding" ("Erdung"; bewusste Verbindung zum Boden, z.B. durch
Barfußgehen) - Atemübungen
- angeleitete Fantasiereisen
- meditative Phasen
- Digital Detox (bewusster Verzicht auf digitale Medien)
- Zeiten von Stille und Schweigen
Waldbaden mit Hund
Waldbaden mit Hund bietet Raum für eine bewusste Auszeit im Wald - für Mensch und Hund.
Abseits des Alltags und gewohnter Gassiroutinen entsteht ein Rahmen, in dem Wahrnehmung, Tempo und Aufmerksamkeit neu ausgerichtet werden können.
Im Mittelpunkt steht das achtsame Unterwegssein: das Wahrnehmen der Umgebung, des eigenen Körpers und der feinen Signale des Hundes. Durch ruhige, angeleitete Übungen verändert sich der Blick auf das Miteinander - weg vom Funktionieren, hin zu Präsenz und Beziehung.
Viele Hunde sind im Alltag von der Anspannung ihrer Menschen mitbetroffen. Spaziergänge werden dann schnell zur Pflicht, während Gedanken um Arbeit, Termine oder Verpflichtungen kreisen. Beim Waldbaden wird dieser Automatismus bewusst unterbrochen. Der Hund wird nicht "nebenher geführt", sondern als aufmerksamer Begleiter wahrgenommen.
Praxiserfahrungen beschreiben unter anderem Effekte wie Stressreduktion, eine Aktivierung von Stoffwechsel und Durchblutung sowie eine erleichterte Regulation von Ruhe und Anspannung - bei Mensch und Hund.
Waldbaden mit Hund versteht sich nicht als Training, sondern als gemeinsamer Erfahrungsraum. Die vertiefte Wahrnehmung und das veränderte Miteinander können sich im Alltag fortstetzen: Viele der angeleiteten Elemente lassen sich einfach integrieren und unterstützen eine ruhigere, klarere Kommunikation im täglichen Zusammenleben.
Die Veranstaltungen werden sowohl für Gruppen als auch für ein einzelnes Mensch-Hund-Team angeboten.
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Die Waldbaden-mit-Hund-Angebote werden von Bernhard Rogoll begleitet, einem erfahrenen und zertifizierten Hundetrainer der Hundeschule Windland. Seine Rolle innerhalb der Veranstaltungen ist bewusst nicht die eines Trainers, sondern die eines fachkundigen, ruhigen Beobachters.
Während des Waldbadens liegt der Fokus meiner Arbeit auf dem Menschen und dem gemeinsamen Erleben. Bernhard ergänzt diesen Blick durch seine professionelle Wahrnehmung des Hundes. Auf dieser Grundlage kann er den teilnehmenden Hundehalter:innen - ohne Bewertung oder Leistungsanspruch - Rückmeldungen geben, die helfen, das Verhalten und die Bedürfnisse des eigenen Hundes besser einzuordnen.
Viele Halter:innen erleben es als bereichernd, ihren Hund einmal aus einer neutralen, fachlichen Perspektive betrachtet zu sehen. Gerade im achtsamen Rahmen des Waldbadens werden feine Signale, Stressmuster oder Entspannungsprozesse sichtbar, die im Alltag oft übersehen werden.
Die Rückmeldungen verstehen sich dabei nicht als Korrektur oder Training, sondern als Anregung zur Wahrnehmung, die das gegensetige Verständnis nachhaltig vertiefen können.
Zur Person:
Bernhard Rogoll ist zertifizierter Hundetrainer gem. § 11 Abs. 1, Nr 6 und 8f TSchG mit langjähriger Berufserfahrung, unter anderem als Dienst- und Spürhundeführer sowie als Lehrpädagoge.
Meine Waldbadeangebote:
"Waldbaden I" - 90 MInuten
"Waldbaden II" - 3 Stunden
"Waldbaden III" - 2-tägiges Seminar von jeweils 4 Stunden
"Waldbaden mit Hund" - 3 Stunden +++ NEU +++








